29.06.2021

Dana von Suffrin bezieht die Hölderlin-Wohnung

In Bad Homburg v. d. Höhe wurde 1983 das letzte erhaltene Wohnhaus von Hölderlin abgerissen. Seitdem hatte der Stadt ein dauerhafter physischer Gedächtnisort für den Dichter gefehlt. Das neu etablierte Hölderlin-Zentrum in der Villa Wertheimber, in der auch das Stadtarchiv seinen Sitz hat, soll diese Lücke schließen: Seit Frühling befinden sich dort die Bibliothek und das Editionsarchiv des Hölderlinforschers und -herausgebers D. E. Sattler. In einem Hölderlin-Kabinett werden regelmäßig Handschriften in kleinen Ausstellungen gezeigt, jüngst ein Blatt des Gedichts ›Andenken‹.

Außerdem gibt es in der Villa auch die Hölderlin-Wohnung mit der dazugehörenden eigenen Hölderlin-Bibliothek. Die Stadt stellt diese Wohnung Forschenden und Schriftsteller*innen kostenlos für einige Zeit zur Verfügung, damit sie hier wissenschaftlich oder literarisch arbeiten können. Nachdem letztes Jahr schon der Autor Peter Henning für zwei Monate dort wohnte, ist nun Dana von Suffrin eingezogen. Sie wurde im letzten Jahr für ihr Buch ›Otto‹ mit dem Hölderlin-Förderpreis ausgezeichnet. Am 14. Juli wird sie in der Stadtbibliothek daraus lesen. Dana von Suffrin ist jetzt für vier Wochen in Bad Homburg und freut sich, die Stadt kennenzulernen und mit den Bürgern und Bürgerinnen in Kontakt zu treten.

© Bad Homburg v. d. Höhe

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Foto: Gerald von Foris

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